SPF-Eintrag bei STRATO setzen: die richtige Regel wählen
Bei STRATO wählst du die SPF-Regel in den DNS-Einstellungen deiner Domain aus einer Liste. Voreingestellt ist Keine STRATO SPF-Regel, deine Domain hat dann gar keinen SPF-Eintrag. Das reicht laut STRATO meist. Einen eigenen SPF-Eintrag brauchst du, sobald ein externer Dienst wie ein Newsletter-Tool in deinem Namen verschickt.
Vorher prüfen: Was steht gerade in deinem SPF?
Gib deine Domain im SPF-Check ein. Du siehst, ob ein SPF-Eintrag existiert, welche Server er erlaubt und ob es versehentlich zwei Einträge gibt. Das ist wichtig, bevor du bei STRATO eine andere Regel auswählst.
Noch genauer ist eine echte Mail: Schick über den Mail-Test eine Testmail aus deinem STRATO-Postfach. Unter Absender bestätigt siehst du, ob SPF für genau diese Mail passt. Die Grundlagen findest du in SPF einfach erklärt.
Schritt für Schritt: SPF-Regel bei STRATO einstellen
- Melde dich im STRATO Kunden-Login an.
- Öffne Domains und dann Domainverwaltung.
- Klick bei deiner Domain auf das Zahnrad und wähle den Reiter DNS.
- Such den Bereich für die SPF-Regel. STRATO bietet dort mehrere Optionen an:
| Option | Wofür |
|---|---|
| Keine STRATO SPF-Regel | Voreinstellung. Es gibt dann keinen SPF-Eintrag. Laut STRATO meist ausreichend. |
| Standard STRATO Mailserver | Regel für den Versand über die STRATO-Mailserver. |
| Fail | Nicht genannte Server werden abgelehnt. Empfohlen bei eigenem Mailserver. |
| Softfail | Nicht genannte Server gelten nur als verdächtig. Meist zum Testen. |
| Eigene Regel | Freier TXT-Eintrag mit Präfix und Wert. |
- Verschickst du nur über STRATO, lässt du die Voreinstellung Keine STRATO SPF-Regel stehen. Der SPF-Check meldet dann „kein Eintrag“. Das ist bei STRATO normal: Deine Mails bestehen DMARC über die STRATO-Signatur (DKIM).
- Speichere deine Auswahl. Änderungen können bis zu 24 Stunden dauern.
Die genaue Beschriftung kann in deinem Kunden-Login leicht abweichen. Entscheidend ist: Ohne externe Versender musst du hier meist nichts ändern.
Sonderfall: Ein weiterer Dienst verschickt Mails für dich
Hier lohnt sich die Arbeit. STRATO deckt nur seine eigenen Server ab. Verschickt ein anderer Dienst Mails mit deiner Absenderadresse, muss er ebenfalls im SPF stehen:
- ein Newsletter-Tool wie Brevo, Mailchimp oder CleverReach,
- Microsoft 365 oder Google Workspace auf deiner STRATO-Domain,
- ein Kontaktformular, das über einen fremden Server verschickt.
Dafür legst du eine eigene SPF-Regel an, in der alle Versender gemeinsam stehen. Das Feld Präfix lässt du leer, damit die Regel für deine Hauptdomain gilt. STRATO ergänzt den Domainnamen automatisch. Im Feld Wert steht dann zum Beispiel:
v=spf1 include:_spf.strato.com include:spf.dein-newsletter-tool.example ~all
Den include-Wert deines Newsletter-Tools findest du in dessen Hilfe, meist unter „Domain authentifizieren“. Für Microsoft 365 lautet er laut Microsoft include:spf.protection.outlook.com, für Google Workspace laut Google include:_spf.google.com.
Wichtig dabei:
- Nur ein SPF-Eintrag. Lege keinen zusätzlichen TXT-Eintrag mit
v=spf1an, wenn bereits einer existiert. Führe alles in einer Regel zusammen. - STRATO nicht vergessen. Verschickst du weiterhin auch aus deinem STRATO-Postfach, muss STRATO in der eigenen Regel stehen bleiben.
- Höchstens 10 Abfragen. Jedes
includezählt. Der SPF-Check zeigt dir, wie viele du verbrauchst.
Kontaktformular: Am einfachsten verschickt dein Formular per SMTP über dein STRATO-Postfach (smtp.strato.de), bei WordPress zum Beispiel mit einem SMTP-Plugin. Dann ist die Mail schon durch STRATO abgedeckt.
Danach testen
Warte nach dem Speichern ein paar Stunden, im Zweifel bis zu 24 Stunden. Schick dann über den Mail-Test eine Testmail aus jedem Dienst, den du nutzt, also aus dem STRATO-Postfach und zum Beispiel einen Test-Newsletter. So siehst du, ob jeder Versender bestätigt ist.
Danach kommen die anderen beiden Bausteine: DKIM bei STRATO einrichten und DMARC bei STRATO einrichten. Alle Anbieter findest du in der Übersicht der Anleitungen.
Typische Fehler und Lösungen
| Meldung | Bedeutung | Lösung |
|---|---|---|
| Mehrere SPF-Einträge | Neben der STRATO-Regel existiert ein zweiter v=spf1-Eintrag. |
Alles in einer eigenen Regel zusammenführen. |
| SPF fail oder softfail | Der versendende Dienst steht nicht im Eintrag. | Dessen include in die eigene Regel aufnehmen. |
| STRATO-Mails fallen plötzlich durch | Bei der eigenen Regel wurde STRATO vergessen. | STRATO wieder in den Eintrag aufnehmen. |
| Zu viele DNS-Abfragen | Mehr als 10 Abfragen durch viele includes. | Ungenutzte Dienste entfernen, Newsletter eventuell über eine Subdomain. |
Häufige Fragen
Welche SPF-Regel soll ich bei STRATO wählen?
Verschickst du ausschließlich über STRATO, reicht laut STRATO meist die Voreinstellung Keine STRATO SPF-Regel. Deine Mails bestehen DMARC dann über die STRATO-Signatur (DKIM). Verschickt ein externer Dienst, brauchst du eine eigene Regel mit STRATO und dem Dienst.
Was passiert, wenn ich zwei SPF-Einträge habe?
Dann ist SPF ungültig, und Empfänger werten deine Domain so, als hätte sie keinen SPF-Eintrag. Pro Domain ist nur ein SPF-Eintrag erlaubt. Alle Versender gehören in diesen einen Eintrag.
Wie lange dauert es, bis der SPF-Eintrag bei STRATO wirkt?
Laut STRATO können Änderungen an DNS-Einträgen bis zu 24 Stunden dauern. Teste nach ein paar Stunden und notfalls am nächsten Tag noch einmal.
Was ist der Unterschied zwischen Fail und Softfail bei STRATO?
Fail weist Empfänger an, Mails von nicht genannten Servern abzulehnen. Softfail markiert sie nur als verdächtig und wird laut STRATO meist zum Testen genutzt. Fail empfiehlt STRATO vor allem, wenn du einen eigenen Mailserver betreibst.